Schüler AG

Die Bernaysimker

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Oktober / November / Dezember 2013

Die Winterzeit beginnt. Das heißt wir wintern die Bienen ein. Das Einflugloch wird verengt und die Anflugbretter entfernt. Bis zum Frühjahr werden die Bienen nun sich selber überlassen und nur einmal zur Varroa-Winterbehandlung gestört.

Für uns Imker beginnen die Winterarbeiten:

  • Honiggläser für den Verkauf etikettieren
  • Kerzen gießen für den Verkauf am Elternabend und im Advent
  • einlöten der Waben
  • säubern und desinfizieren der im Sommer verwendeten Teile des Bienenstocks (z.B. Honigraum)

Die neuen Mitglieder der Imker-AG werden in dieser Zeit in die Imkerei eingeführt. Sie müssen viel somit viel Theorie büffeln. Zum theoretischen Teil gehören unter anderem:

  • Körperbau und Lebensweise der Biene
  • Die Bienenwesen und das Bienenjahr
  • Aufbau des Bienenstocks
  • Werkzeuge des Imkers
  • Aufgabe des Imkers über das Jahr
  • Bienenprodukte
  • Ausschnitte aus dem Tierschutzgestz und dem  Seuchenschutzgesetz
  • In Teilen das Lebensmittelgesetz sowie der Honigverordnung

   


 Über den Honig

Infopoint: Ist kristallisierter Honig von minderer Qualität?

Nein, Naturbelassener Honig kristallisiert immer!

Die Kristallisierung ist ein natürlicher Vorgang, der auf den naturgemäß im Honig enthaltenen Traubenzucker zurückzuführen ist. Es ist sogar ein Qualitätsmerkmal, wenn Honig nach einer gewissen Zeit kristallisiert. Dieser Honig zeigt, dass er nicht erhitzt wurde. Honig, der über Jahre flüssig bleibt, wurde stark erhitzt und hat seine wertvollen Inhaltsstoffe verloren!

Möchten sie zu Hause jedoch einen kristallisierten Honig flüssig, können Sie ihn im Wasserbad bis zu 40 Grad wieder schonend verflüssigen.


September 2013

Nachdem wir im August den letzten Honig geerntet, geschleudert und abgefüllt haben, wurden die Bienen gegen die Varroamilbe behandelt und für den Winter gefüttert.


Mai & Juni 2013

Nach dem langen Winter haben wir unsere Arbeit am Bienenstock aufgenommen. Der Winter stand im Zeichen der Vorbereitung für das kommende Bienenjahr. Wir reinigten und desinfizierten alte Bienenkästen und Rähmchen, löteten Mittelwände ein und verkauften natürlich unsere Produkte.

Seit Ende April kümmern sich Mehmet, Taylan, Alex und Robin um die Bienenpflege und das hieß zuerst auswintern.

Von den fünf an der Bernaysschule stehenden Bienenvölkern überlebten zwei leider den Winter nicht. Wobei an einen Bienenstock ein Specht am Werk war.

Ein Bienenstock war überbevölkert, aus diesem Volk wurden zwei gemacht, indem wir einen Brutableger gebildeten.

Der Mai steht eigentlich ganz im Zeichen der Schwarmkontrolle, d.h. dass wir hauptsächlich das Schwärmen verhindern sollen. Und damit ist gemeint, eigentlich regelmäßig ca. alle sieben bis neun Tage die Völker kontrollieren und dementsprechend handeln. Tja, eigentlich. Doch bis auf wenige Tage ist im Mai nur Regen, Regen und nochmals Regen zu melden.


Monatsarbeiten im Mai und Juni

Völkerkontrolle, Königinnen zeichnen, Varroa-Bekämpfung (Drohnenbrut schneiden), ggf. Ableger bilden, Honigräume aufsetzen

Infopoint

Warum haben die Königinnen einen farbigen Fleck auf dem Rücken?

Die Königinnen werden gezeichnet damit sie der Imker zum einen leichter findet und zum anderen weiß, wie alt sie ist. Denn jede Jahres hat seine Farbe (Farbcode mit der Jahresendziffer: 1 u. 6 = weiß, 2 u. 7 = gelb, 3 u. 8 = rot, 4 u. 9 = grün, 5 u. 0 = blau). Die 2013 geschlüpften Königinnen werden also rot gezeichnet.


September & Oktober 2012

Jaaaa, der Honigverkauf hat begonnen!
Unser erster eigener Honig nun im Glas auf der Verkaufstheke. Der Verkauf findet immer an den Elternabenden statt und wird über das Jahr am Kiosk verkauft. Natürlich nur so lange der Vorrat reicht. Unser Honig wurde unter den Hygienebestimmungen der Lebensmittel- und der Honigver-ordnung abgefüllt.

Bis zum Winter lassen wir unseren Bienen nun Ruhe damit sie ohne Stress das Wintervolk bilden können. Im Winter werden die Völker dann noch einmal gegen die Varroa-Milbe behandelt.


Juli & August 2012

Im Juli und August war es soweit – Honigernte. Wir entnahmen die Honigwaben aus unserem Volk und schleuderten sie in  unserer neuen Plexiglasschleuder. Ergebnis ca. 60 kg Honig von unseren Bienen. Natürlich, da wir ja unseren Bienen den Honig „klauten“, fütterten wir sie anschließend für den Winter mit Zuckersirup.

Auch an die Krankheitsvorsorge mit organischen Mitteln wurde  nach der Honigentnahme gedacht. So behandelten wir unser Volk gegen die Varroa-Milde. Diese Behandlungen erfolgen nach der Honigernte, damit der Honig nicht mit Fremdstoffen belastet wird.


April & Mai 2012

Seit dem April sind unsere Buckfastbienen da. Die Buckfastbiene ist eine Rasse der Westlichen Honigbiene, die 1916 im englischen Kloster Buckfast von Bruder Adam gezüchtet worden ist. Die Buckfastbiene besticht durch ihren Sammeleifer, ihre Schwarmträgheit und die Krankheitsfestigkeit. Über ihre Sanftmut kann man streiten.

Unsere Buckfastbienen bewohnen die Dadantbeute (Bienenkasten). Diese besteht aus einem Brutraum und ein bis zwei Honigräumen.

Am 1. April holten Herr Riemann und Herr Enz drei Bienenvölker an die Schule. Tags darauf wurden sie nach dem Seuchenschutzgesetz beim Veterinärsamt angemeldet. Sogleich setzten wir auf den Brutraum einen Honigraum auf. Ein weiterer Honigraum wurde 14 Tage später aufgesetzt.

Der Mai ist der Monat des Schwärmens. Das hieß für uns, dass wir mindestens alle neun Tage im Bienenstock nachschauen und die von den Bienen gezogene Weiselzellen (Königinnenbrut) brechen (entfernen) mussten, um ein Schwärmen (Auszug des Bienenvolkes aus dem Bienenstock) zu verhindern.

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